Eigene Domain registrieren: Anleitung für Einsteiger

Aktualisiert: 4 Min. Lesezeit Redaktion easy4host
Kurz gesagt

Eine eigene Domain registrierst du bei einem Registrar: Wunschnamen in die Domain-Suche eingeben, freie Endung wählen, Inhaberdaten angeben und bezahlen. Nach wenigen Minuten gehört dir die Adresse für ein Jahr. Eine .de-Domain kostet bei betadomain 2,99 € im Jahr, auch bei jeder Verlängerung. Hosting oder E-Mail brauchst du dafür nicht sofort.

Die meisten Leute, die zum ersten Mal eine Domain wollen, denken an eine Website. Oft ist der eigentliche Anlass aber banaler: Die Visitenkarte soll nicht mehr „[email protected]“ zeigen. Für beides ist der erste Schritt gleich, und er ist kürzer, als viele erwarten.

Was passiert, wenn du eine eigene Domain registrierst?

Eine Domain ist die Adresse im Netz, also etwa mueller-malerbetrieb.de. Sie wird nicht gekauft, sondern für mindestens ein Jahr gemietet. Verwaltet wird jede Endung von einer Registry, der zentralen Stelle für diese Endung. Für .de ist das die DENIC eG in Frankfurt, für .com das Unternehmen Verisign.

Du schließt den Vertrag aber nicht direkt mit der Registry, sondern mit einem Registrar, also einem Händler, der Domains bei der Registry anmelden darf. Der Registrar trägt dich als Inhaber ein, kassiert die Jahresgebühr und gibt dir ein Kundenkonto, in dem du die Domain verwaltest.

Wichtig für Einsteiger: Die Domain allein zeigt noch nichts an. Sie ist wie eine Hausnummer ohne Haus. Website, Baukasten oder Postfach verbindest du später über sogenannte DNS-Einträge, kleine Wegweiser, die sagen, wohin Besucher und E-Mails geleitet werden.

Einen guten Domainnamen finden

Bevor du irgendwo bestellst, lohnt sich eine Viertelstunde mit Zettel und Stift. Ein paar Regeln haben sich bewährt:

  • Kurz und eindeutig. malermueller.de schlägt malerbetrieb-mueller-und-sohn-koeln.de.
  • Telefontest. Sag den Namen laut. Muss dein Gegenüber nachfragen, wie man ihn schreibt, ist er zu kompliziert.
  • Bindestriche sparsam. Einer ist in Ordnung, zwei wirken schnell wie Spam.
  • Umlaute meiden. müller.de ist technisch möglich, aber viele tippen „mueller“. Wenn du einen Umlaut-Namen nimmst, sichere dir die ue-Variante gleich mit.
  • Keine fremden Marken. Ein Name wie adidas-shop-koeln.de bringt dir eher Post vom Anwalt als Kunden. Grundlage dafür ist das Markengesetz.

Technisch erlaubt sind Buchstaben, Ziffern und Bindestriche, maximal 63 Zeichen pro Namensteil, kein Bindestrich am Anfang oder Ende.

Ob dein Favorit noch frei ist, siehst du sofort, wenn du ihn in die Domain-Suche bei betadomain eingibst. Ist er vergeben, zeigt die Suche, welche Endungen noch zu haben sind.

Welche Endung soll es sein?

Für ein Publikum in Deutschland ist .de fast immer richtig. Sie ist bekannt, wirkt seriös und kostet wenig. Eine .com lohnt sich, wenn du international auftrittst. Ausführlicher vergleicht der Ratgeber Welche Domain-Endung passt zu mir? die Optionen.

EndungPreis pro JahrPasst für
.de2,99 €Fast alles in Deutschland
.com14,99 €Internationales Publikum
.eu10,99 €Mehrere EU-Länder
.net16,99 €Ausweichen, wenn .com weg ist
.info21,99 €Infoseiten, Projekte
.online41,99 €Wenn klassische Endungen vergeben sind

Die Preise gelten bei betadomain für das erste Jahr und jede Verlängerung gleichermaßen.

Eigene Domain registrieren Schritt für Schritt

Der Ablauf ist bei allen Registraren ähnlich:

  1. Namen in die Suche eingeben. Ohne „www“ und ohne „https“, nur malermueller.de.
  2. Endung auswählen und in den Warenkorb legen.
  3. Kundenkonto anlegen mit einer E-Mail-Adresse, die du dauerhaft nutzt. Dorthin gehen Rechnungen und Verlängerungshinweise.
  4. Inhaberdaten angeben. Inhaber ist, wem die Domain rechtlich gehört. Bei einem Betrieb ist das die Firma, bei einem Verein der Verein, privat du selbst.
  5. Bezahlen. Danach meldet der Registrar die Domain bei der Registry an.
  6. Bestätigungsmail lesen. Bei Endungen wie .com verlangt die ICANN-Regel, dass du deine E-Mail-Adresse als Inhaber bestätigst. Ignorierst du die Mail, kann die Domain gesperrt werden.

Bei .de und .com ist die Domain meist innerhalb weniger Minuten registriert.

Die drei häufigsten Fehler beim ersten Mal

Die Agentur oder der Neffe wird Inhaber. Das passiert oft aus Bequemlichkeit, rächt sich aber, wenn man sich zerstreitet. Trag immer dich oder deine Firma als Inhaber ein. Ein Dienstleister kann trotzdem technisch alles einrichten.

Das Lockangebot im ersten Jahr. Eine .de für 0,99 € klingt gut, bis im zweiten Jahr 15 € fällig werden. Rechne immer mit dem Verlängerungspreis. Wie sich das über mehrere Jahre summiert, zeigt die Checkliste zum Domainkauf.

Domain im Hosting-Paket „inklusive“. Bequem, aber die Domain hängt dann am Paket. Kündigst du, musst du sie umziehen. Wer Domain und Website trennt, wechselt später einfach den DNS-Eintrag.

Was nach der Registrierung kommt

Ist die Domain registriert, hast du drei typische nächste Schritte, die du in beliebiger Reihenfolge angehen kannst:

ZielWas du brauchstWeiterlesen
E-Mail-Adresse wie [email protected]Ein Postfach-Anbieter und MX-EinträgeE-Mail mit eigener Domain
Website mit BaukastenEin Baukasten-Tarif und A- oder CNAME-EintragDomain mit Baukasten verbinden
Eigene Website planenÜberblick über Wege und KostenEigene Website erstellen

Einen Punkt solltest du sofort erledigen: Aktiviere im Kundenkonto die Zwei-Faktor-Anmeldung. Wer Zugriff auf dein Konto bekommt, kann die Domain umleiten oder wegziehen. Und trag dir das Ablaufdatum in den Kalender ein, auch wenn die Verlängerung automatisch läuft. Abgelaufene Kreditkarten sind der häufigste Grund, warum Domains verloren gehen.

Was kostet das im Jahr wirklich?

Für die Domain allein zahlst du bei einer .de 2,99 € im Jahr. Das ist der ganze Betrag, solange du nur die Adresse sicherst. Kosten entstehen erst durch das, was du anschließt: ein Postfach ab etwa 1 € im Monat, ein Baukasten eher 10 bis 25 € im Monat. Die Kostenübersicht für Websites rechnet das für typische Fälle durch.

Wer mehrere Endungen vergleichen möchte, findet alle rund 490 Endungen mit festen Jahrespreisen in der aktuellen Preisliste von betadomain. Der nächste konkrete Schritt: Namen notieren, Telefontest machen, dann prüfen, ob er frei ist.

Schritt für Schritt

  1. Namen überlegenSchreibe drei bis fünf Varianten auf: kurz, ohne Sonderzeichen, am Telefon gut buchstabierbar.
  2. Verfügbarkeit prüfenGib den Namen in eine Domain-Suche ein und sieh nach, welche Endungen noch frei sind.
  3. Endung wählenFür ein Publikum in Deutschland ist .de die naheliegende Wahl. Vergleiche den Verlängerungspreis, nicht nur den Preis im ersten Jahr.
  4. Inhaberdaten eintragenTrage als Inhaber die Person oder Organisation ein, der die Domain gehören soll, mit korrekter Anschrift und einer E-Mail-Adresse, die du regelmäßig liest.
  5. Bezahlen und Bestätigung abwartenNach der Zahlung meldet der Registrar die Domain bei der Registry an. Bei .de und .com dauert das meist nur Minuten.
  6. Zugang sichernAktiviere die Zwei-Faktor-Anmeldung im Kundenkonto und notiere dir das Ablaufdatum der Domain.

Domain gefunden? Prüfen und registrieren kannst du sie direkt bei betadomain – Jahrespreis ab 2,99 €.

Häufige Fragen

Kann ich als Privatperson eine Domain registrieren?

Ja. Für .de, .com oder .net brauchst du weder Gewerbe noch Firma. Du gibst deinen Namen und deine Anschrift als Inhaber an. Diese Daten werden in der öffentlichen Whois-Abfrage heute in der Regel nicht mehr angezeigt.

Wie lange dauert es, bis meine Domain funktioniert?

Die Registrierung selbst ist bei .de und .com meist nach wenigen Minuten durch. Bis eine Website oder ein Postfach unter der Domain erreichbar ist, können nach DNS-Änderungen noch einige Stunden vergehen, selten bis zu einem Tag.

Gehört mir die Domain dann für immer?

Nein, du mietest sie jeweils für ein Jahr oder mehrere. Solange du verlängerst, bleibt sie dir. Läuft sie aus, wird sie nach einer Schonfrist gelöscht und ist für andere wieder frei.

Brauche ich zur Domain gleich ein Hosting-Paket?

Nein. Du kannst die Domain allein registrieren und später entscheiden, ob du sie mit einem Baukasten, einem Webhoster oder nur mit einem E-Mail-Dienst verbindest. Das hält dich flexibel, wenn du den Anbieter wechselst.