Eine einfache Website kostet selbst gebaut mit WordPress auf günstigem Webspace etwa 50 bis 150 € im Jahr, mit einem Homepage-Baukasten etwa 150 bis 350 € im Jahr, jeweils inklusive Domain. Lässt du sie von einem Freelancer erstellen, kommen einmalig oft 1.000 bis 5.000 € dazu, bei Agenturen und Shops deutlich mehr. Die Domain selbst ist mit 2,99 € im Jahr der kleinste Posten.
„Eine Website kostet nichts mehr, das macht man heute mit einem Baukasten.“ Und: „Unter 5.000 € bekommst du nichts Vernünftiges.“ Beide Sätze hört man, und beide stimmen, je nachdem, wer was meint. Der Unterschied liegt fast immer in der Frage, wessen Zeit bezahlt wird.
Was kostet eine Website? Die drei Preisklassen
| Variante | Einmalig | Laufend pro Jahr | Deine Zeit |
|---|---|---|---|
| Selbst gebaut mit WordPress auf Webspace | 0 bis 100 € | etwa 50 bis 150 € | hoch |
| Selbst gebaut mit Baukasten | 0 € | etwa 150 bis 350 € | mittel |
| Vom Freelancer, kleine Seite | etwa 1.000 bis 5.000 € | Hosting plus eventuell Wartung | gering |
| Agentur, individuelles Design | oft ab 5.000 € aufwärts | Hosting plus Wartung | gering |
| Onlineshop | stark abhängig vom Umfang | Shop-Tarif oder Hosting plus Zahlungsgebühren | mittel bis hoch |
Alle Zahlen sind Erfahrungswerte und Spannen, keine Angebote bestimmter Firmen. Sie sollen dir helfen, Angebote einzuordnen.
Woraus sich die Website-Kosten zusammensetzen
Jede Website hat dieselben Bausteine. Nur wer sie bezahlt und wie viel, unterscheidet sich.
Domain. Die Adresse, etwa kanzlei-becker.de. Bei betadomain kostet eine .de 2,99 € im Jahr, eine .com 14,99 €. Das ist der kleinste Posten und der wichtigste, denn ohne ihn ist die Seite nicht erreichbar.
Hosting oder Baukasten-Tarif. Der Speicherplatz, auf dem die Seite liegt. Beim Baukasten ist er im Tarif enthalten, bei WordPress mietest du ihn bei einem Webhoster.
Design und Aufbau. Entweder deine Zeit oder die Zeit eines Profis.
Inhalte. Texte und Fotos. Ein professionelles Fotoshooting kostet je nach Region schnell einige hundert Euro, ein Texter rechnet pro Seite oder Stunde ab.
Pflege. Updates, Sicherungen, neue Inhalte. Beim Baukasten wenig, bei WordPress regelmäßig.
Zusatzdienste. E-Mail-Postfächer, Terminbuchung, Newsletter. Jeder davon hat eigene Preise.
Drei Rechenbeispiele für das erste Jahr
Fall 1: Fotografin, Website selbst mit Baukasten
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Domain .de | 2,99 € |
| Baukasten-Tarif, 12 × 15 € | 180 € |
| Zwei E-Mail-Postfächer, 12 × 2 € | 24 € |
| Impressum- und Datenschutz-Generator | 0 € |
| Summe | rund 210 € plus Domain |
Fall 2: Verein, WordPress auf günstigem Webspace
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Domain .de | 2,99 € |
| Webspace, 12 × 5 € | 60 € |
| Kostenloses Theme | 0 € |
| Ehrenamtliche Arbeitszeit | unbezahlt, aber real |
| Summe | rund 60 € plus Domain |
Für Vereine lohnt ein Blick in den Ratgeber Domain für den Verein, der klärt, wer Inhaber sein sollte.
Fall 3: Steuerkanzlei, Seite vom Freelancer
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Domain .de | 2,99 € |
| Erstellung, fünf Seiten, WordPress | 2.500 € (Beispielwert) |
| Hosting, 12 × 10 € | 120 € |
| Wartung, 12 × 50 € | 600 € |
| Summe im ersten Jahr | rund 3.220 € plus Domain |
Ab dem zweiten Jahr fallen in Fall 3 nur noch Hosting, Wartung und Domain an.
Die versteckten Kosten
Die meisten Überraschungen kommen nicht beim Bau, sondern danach:
- Einführungspreise. Baukasten-Tarife und Hosting werden im ersten Jahr oft rabattiert. Lies den Preis ab dem zweiten Jahr.
- Domain-Verlängerung. Lockangebote für 0,99 € werden im zweiten Jahr teuer. Bei betadomain bleibt der Preis gleich, alle Endungen stehen in der Preisliste ohne Lockangebote.
- Plugin-Lizenzen bei WordPress, oft jährlich.
- Bildrechte. Fotos aus der Google-Bildersuche zu verwenden, kann teure Abmahnungen nach sich ziehen.
- E-Mail. Postfächer sind fast nie im Domainpreis enthalten. Wie du E-Mail günstig löst, steht in E-Mail mit eigener Domain.
- Deine Zeit. Zehn Stunden Basteln am Wochenende sind auch Kosten.
Website erstellen lassen: worauf du im Angebot achtest
Ein gutes Angebot weist die Posten einzeln aus. Frag nach, wenn eines davon fehlt:
- Wer wird Inhaber der Domain? Die Antwort muss lauten: du.
- Welche Software wird verwendet, und kannst du die Seite später selbst bearbeiten?
- Sind Texte, Fotos und Pflichtseiten enthalten?
- Was kostet die Wartung, und was passiert ohne Wartungsvertrag?
- Bekommst du alle Zugangsdaten?
Gerade der erste Punkt ist wichtig. Warum, erklärt die Checkliste zum Domainkauf.
Kosten senken, ohne dass es billig wirkt
- Jahrestarife statt Monatsabos nehmen, wenn du sicher bist, dass du beim Anbieter bleibst.
- Die Domain beim Registrar mit festem Preis halten statt im Paket mit späterer Preiserhöhung.
- Für Vereine und Privatleute E-Mail-Weiterleitungen statt Postfächern nutzen.
- Eigene Fotos statt Stockbilder mit Lizenz.
- Beim Profi nur das Gerüst bauen lassen und Texte selbst pflegen.
Welche Variante passt zu dir?
Bist du knapp bei Kasse und hast Zeit, nimm WordPress oder einen günstigen Baukasten-Tarif. Hast du wenig Zeit und eine einfache Seite, ist ein Baukasten meist das beste Verhältnis aus Kosten und Aufwand. Brauchst du Sonderfunktionen oder willst du dich gar nicht kümmern, lohnt ein Profi. Den Vergleich der beiden Selbstbau-Varianten findest du unter Homepage-Baukasten oder WordPress, den Ablauf Schritt für Schritt in Eigene Website erstellen.
Egal, wie du dich entscheidest: Die Domain steht am Anfang und kostet am wenigsten. Prüfe, ob kanzlei-becker.de noch zu haben ist, und sichere dir die .de-Endung zum festen Jahrespreis.
Domain gefunden? Prüfen und registrieren kannst du sie direkt bei Domain ohne Lockvogelpreis – Jahrespreis ab 2,99 €.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website im Monat?
Mit Baukasten etwa 10 bis 25 € im Monat, mit WordPress auf einfachem Webspace etwa 3 bis 10 €. Dazu kommt die Domain, die meist jährlich abgerechnet wird. Ein Wartungsvertrag mit einem Dienstleister kostet zusätzlich, oft 30 bis 150 € im Monat.
Warum sind Angebote von Webdesignern so unterschiedlich?
Die Preise hängen an Umfang, Texterstellung, Fotos, individuellen Designs und Sonderfunktionen. Ein Angebot über 800 € und eines über 6.000 € können beide fair sein, wenn sie unterschiedliche Leistungen enthalten. Lass dir die Posten einzeln ausweisen.
Welche versteckten Kosten gibt es bei einer Website?
Häufig unterschätzt werden steigende Tarifpreise nach dem ersten Jahr, kostenpflichtige Plugins, Lizenzen für Bilder und Schriften, E-Mail-Postfächer sowie die eigene Zeit für Pflege und Aktualisierung.
Kann ich die Website von der Steuer absetzen?
Für Selbstständige und Firmen sind Website-Kosten in der Regel Betriebsausgaben. Wie genau sie zu behandeln sind, etwa als Sofortabzug oder über mehrere Jahre, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.